Zusatzqualifikationen

Darf's ein bisschen mehr sein? Zusatzqualifikationen für Referendare

Zusätzliche Qualifikationen und Kompetenzen der Bewerber sind für Schulen ein wichtiges Auswahlkriterium. Das Angebot an Fort- und Weiterbildungen ist vielfältig und kann bereits in der Ausbildungsphase genutzt werden. Du schärfst damit dein Profil, solltest aber dennoch darauf achten, dass du bei der Auswahl deinen Interessen und Fähigkeiten folgst. Die folgende Übersicht stellt eine Auswahl an Zusatzqualifikationen dar.
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Schwimmschein/Rettungsschwimmer

Auch wenn du kein Sportlehrer bis, hast du die Möglichkeit, einen Schwimmschein als Zusatzqualifikation zu erwerben. Er befähigt dich zur Rettung von verunglückten Schwimmern. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verleiht das Abzeichen in drei Schwierigkeitsstufen (Bronze, Silber, Gold). Wichtig: Je nach Anforderung der Schule muss der Schein alle zwei Jahre aufgefrischt werden.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Mit der DaZ-Zusatzqualifikation unterstützt du Schüler/innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Du förderst die Kinder und Jugendlichen in ihrem Spracherwerb, damit die deutsche Sprache im Alltag keine Barriere darstellt. Erkundige dich, wie du in deinem Bundesland auch während des Vorbereitungsdienstes das „Deutsch als Zweitsprache“-Zertifikat erwerben kannst.

Mediation/Konfliktmanagement

Konflikte sind leider auch im Schulalltag unvermeidbar. Als Mediator erlernst du Techniken des Konfliktmanagements, die Eskalationen vermeiden und zu einer gewaltfreien Lösung der Auseinandersetzung führen. Als Streitschlichter ist es deine Aufgabe, Mobbing und Streitereien effektiv entgegenzuwirken. Aber auch in der Ausbildung der Schüler als Streitschlichter kannst du dich in der Schulgemeinschaft engagieren.

Medienkompetenz und Soziale Medien

Das Zertifikat dieser Zusatzqualifikation bestätigt deine Kompetenz im Umgang mit den sog. Neuen Medien in der Schule bzw. im Unterricht. Medienkompetenz gehört zu den grundlegenden Qualifikationen der Lernenden. Dabei geht es nicht nur darum, den Schülern Basiswissen in der Arbeit mit digitalen Medien zu vermitteln, sondern auch, den Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Internet & Co. Grenzen und Gefahren aufzeigen und mit ihnen den richtige Einsatz zu üben. Neue Medien unterliegen einem schnellen und ständigem Wandel. Der Umgang mit Computern, Smartphones, Apps und Whiteboards sollte für dich keine Herausforderung darstellen.

Inklusive Pädagogik

Zur konkreten Umsetzung des inklusiven Ansatzes brauchen die Schulen Experten, die sie beraten und anregende Impulse setzen. Eine Weiterbildung zum Inklusionscoach oder in „inklusiver Pädagogik“ befähigt dich dazu, Unterricht inklusiv zu gestalten und entsprechende Inklusionsprozesse in der Schule zu begleiten. Auch hier sind die Regelungen der einzelnen Bundesländer zu beachten.

Darstellendes Spiel

Das Fach „Darstellendes Spiel“ wird in manchen Bundesländern als reguläres Unterrichtsfach oder als Wahlpflichtfach angeboten. Auch hier kannst du dich weiterbilden und eine entsprechende Qualifikation erwerben. Zudem brauchen viele Schulen Theaterpädagogen, die im Bereich der Arbeitsgemeinschaften mit den Schülern Theaterstücke erarbeiten und aufführen.

Engagement, das sich lohnt

Falls du motiviert bist und es im Rahmen deines Referendariats möglich ist, nutze die Chance, dich zusätzlich für bestimmte Bereiche zu qualifizieren. Es lohnt sich für dich, deine Schule und besonders für deine Schüler.

Hannah Thömmes-Bonart hat Germanistik, Multimedia und Deutsche Literatur in Karlsruhe und Berlin studiert und zeichnet sich durch mehrjährige Erfahrung in unterschiedlichen redaktionellen und multimedialen Arbeitsbereichen aus.