Konferenzen

Die Zeugniskonferenz – effektiv und gut vorbereitet

Zweimal im Schuljahr finden sie statt: Zeugniskonferenzen. Hier geht es um die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler. Was müssen Sie vor der Teilnahme an diesem Gremium beachten? In welcher Form sind Sie während der Konferenz gefragt? Erste Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier.
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Die Zeugniskonferenz – darum geht es in diesem Gremium

Die Zeugniskonferenz ist eine eigene Form der Klassenkonferenz. Wer in diesem Gremium teilnimmt, regeln die Schulgesetze des jeweiligen Bundeslandes und die Konferenz- bzw. Schulordnung. In der Regel nehmen alle Lehrkräfte an der Konferenz teil, die während des laufenden Schuljahres in der jeweiligen Klasse unterrichten. In manchen Bundesländern sind auch Elternvertreterinnen und Elternvertreter (in höheren Jahrgängen ebenso Mitglieder der Schülerinnen- und Schülervertretung) beratend zugegen. Eingeladen werden die teilnehmenden Mitglieder gewöhnlich von der Klassenlehrkraft. Diese übernimmt üblicherweise den Vorsitz des Gremiums. Nimmt die Schulleitung in ihrer Leitungsfunktion an der Zeugniskonferenz teil, so geht der Vorsitz vielerorts an diese über.

In Zeugniskonferenzen werden die schulischen Leistungen aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe gewürdigt. Hier wird über diese beraten und beschlossen. Ferner geht es auch um Versetzungen, ein eventuelles Überspringen einer Klasse einzelner Lernender sowie um das Festlegen sogenannter „Kopfnoten“. Die Ergebnisse der Zeugniskonferenz manifestieren sich in den Zeugnissen.

So verläuft die Zeugniskonferenz

Der Ablauf einer Zeugniskonferenz wird häufig durch die Konferenz- bzw. Schulordnung geregelt. Mancherorts findet vor der eigentlichen Zeugniskonferenz eine Klassenkonferenz statt. Die Zeugniskonferenz beginnt zumeist mit einer Erläuterung der geplanten Vorgehensweise. An manchen Schulen werden dann die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe besprochen. Andernorts werden ausschließlich einige Zeugnisse erörtert. Beraten wird anhand von Zeugnislisten, aber auch unter Hinzuziehen von Erkenntnissen aus Gesprächen mit Eltern und mit den betreffenden Schülerinnen und Schülern. Anschließend werden die Zeugnisse beschlossen.

Das A und O: Ihre sorgfältige Vorbereitung

Jetzt, da Sie eigenständig unterrichten, nehmen Sie an den Zeugniskonferenzen Ihrer Lerngruppen teil. Hier gilt: Bereiten Sie sich sorgfältig und genau vor. Erkundigen Sie sich beispielsweise bei den zuständigen Klassenlehrkräften nach wichtigen Terminen. Wann etwa liegen die Zeugnislisten aus? Was müssen Sie beim Eintragen in diese Listen berücksichtigen? Was ist, wenn die Zensuren, die Sie geben, von denen aus dem vorigen Halbjahr deutlich abweichen? Suchen Sie in diesem Fall das Gespräch mit der Fachlehrkraft, die vor Ihnen in der Klasse unterrichtet hat, und mit der Klassenlehrkraft. In manchen Fällen können einschneidende Veränderungen etwa im familiären Bereich der Schülerin bzw. des Schülers Grund für solche Abweichungen sein.

Bereiten Sie für die Konferenz eigene Notenlisten vor. Begründen Sie zudem Noten mit Tendenzen (plus und minus). Fertigen Sie Notizen zu den einzelnen Schülerinnen und Schülern an, sodass Sie sich an der Diskussion beteiligen können.

Last, but not least: Erscheinen Sie unbedingt pünktlich zu der Konferenz, am besten sogar etwas früher. Zeugniskonferenzen werden an einer Schule zumeist an mehr als einem Tag abgehalten. An großen Schulen finden häufig Zeugniskonferenzen verschiedener Klassen parallel statt, sodass diese Konferenzen oft nach einem strikten Ablauf- und Zeitplan vonstattengehen.  AvP

Die Autorin Alexandra von Plüskow ist Grund- und Hauptschullehrerin. Sie war mehrere Jahre als Lehrerin und Fachberaterin für die Landesschulbehörde Lüneburg und als Lehrbeauftragte für die Universität Koblenz-Landau tätig. Derzeit arbeitet die zweifache Mutter als freie Fachjournalistin und Referentin für verschiedene Verlage.