Basics Referendariat

Dein Seminarbericht: Planen, Verfassen & Reflektieren

Du verfasst zurzeit einen Seminarbericht – und bist dir nicht sicher, was überhaupt dort thematisiert werden soll? Und in welcher Form stellst du deine Arbeit an deiner Schule dar? Der folgende Beitrag zeigt dir in Grundzügen einen roten Faden für das Verfassen des Dokumentes zur Schilderung deiner Tätigkeiten im Einsatzschuljahr.
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Was ist ein Seminarbericht?

Grundsätzlich gilt: Ob ein Seminarbericht geschrieben wird – und wenn ja, in welcher Form, regelt jedes Bundesland eigenständig. Du solltest dich frühzeitig nach den entsprechenden Regelungen in deinem Bundesland und in deinem Seminar erkundigen.

In einem Seminarbericht dokumentierst du deine Arbeit im Studienseminar und in der Einsatzschule. Hier sammelst du z. B. die Niederschriften der Prüfungslehrproben, die Entwürfe hierzu, die Niederschriften deiner mündlichen Prüfungen und auch deine Hausarbeit. Welche Beobachtungen haben deine Einsatzschule und das Seminar hinsichtlich deiner Arbeit gemacht? Die Formalitäten, die dein Studienseminar von dir erwartet, solltest du unbedingt einhalten. So variiert der Aufbau eines solchen Berichtes oder ggf. auch der Umfang.

Sollten dir Dinge unklar sein, so erkundige dich zeitnah nach den geltenden Richtlinien.

Das Schreiben des Seminarberichts

Plauderton oder sachlich nüchtern? Auch hier solltest du den Rat von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus dem Seminar einholen. Was hat sich bei ihnen bewährt? Sind diese auch bereit, dir ihren Bericht vorzustellen?

Oder gibt es eventuell die Möglichkeit, dass ihr das Thema im Rahmen eines Seminars ausführlicher behandelt und Kolleginnen sowie Kollegen dazu bittet, die mit dem Schreiben des Berichtes bereits Erfahrungen haben?

Wenn du über deine Arbeit an deiner Einsatzschule berichtest, solltest du unbedingt auf die geltenden Richtlinien etwa hinsichtlich der Datenschutzbestimmungen achten. Bist du unsicher, so bitte deine Schulleitung, ob sie einen Blick auf deine Dokumente werfen könnte.

Auch hinsichtlich der Formulierungen über Klassen oder einzelne Schüler solltest du unbedingt auf einen neutralen Ton achten.

Eigene Reflexion

Die Reflexion deines eigenen Unterrichtes sollte stets authentisch sein. Wenn eine Stunde einmal nicht so verlaufen ist, wie du es geplant hast, solltest du dies auch so darstellen. Wichtig ist an dieser Stelle, dass du deine Reflexionsfähigkeit hervorhebst. Was also sind die Dinge, die du aus diesem Unterricht „mitgenommen" hast? Was möchtest du anpassen, damit die folgenden Stunden gelingen? Welche Alternativen hättest du gehabt?

Sei allerdings auch nicht zu kritisch mit dir selbst, sondern versuche, deine Stunden objektiv zu bewerten. Bist du unsicher, so bitte deine Betreuungslehrkraft oder einen anderen Referendar an deiner Schule um eine neutrale Rückmeldung.

Der Seminarbericht – ein wichtiges Dokument

Für die abschließende Bewertung deiner Arbeit im Referendariat bildet der Seminarbericht eine wichtige Grundlage. Grund genug, diese Dokumentation sorgfältig anzufertigen. Sind alle Ungereimtheiten hinsichtlich der Formalitäten geklärt, so solltest du dich darum bemühen, deine Aufzeichnungen möglichst vollständig parallel zu deiner Arbeit in der Schule zu führen. Wichtige Unterlagen sind darüber hinaus auch u. a. Arbeitsblätter, die du ausgeteilt, und Folien, die du im Unterricht verwendet hast.

Nach dem Verfassen des Seminarberichts führst du ein Gespräch mit deinen Seminarlehrern dazu. Hier reflektiert ihr gemeinsam die Situation und entwickelt Möglichkeiten einer fruchtbaren Weiterarbeit. Und diese sind in vielen Fällen maßgeblich für deine weitere Laufbahn als Lehrkraft.

Alexandra von Plüskow arbeitet seit 1998 als Grundschullehrerin im Landkreis Lüneburg. Sie ist derzeit vom Land Niedersachsen als Bildungskoordinatorin der Bildungslandschaft Heidekreis in die Stabsstelle Schulverwaltung, Bildung und ÖPNV in Soltau abgeordnet. Die zweifache Mutter verfasst als Fachjournalistin Texte und Materialien für verschiedene Verlage und Magazine.

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