Basics Referendariat

Antritt und Auftritt – so ist es richtig

Was Sie zu Beginn des Referendariates beachten sollten

Sie treten Ihr Referendariat in Kürze an? Dann kommt es zunächst auf einen guten Antritt verbunden mit einem gelungenen Auftritt an. Was Sie hierbei beachten sollten, nennt der folgende Beitrag in Grundzügen.
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Gut informiert an den Start

Sie haben die Information erhalten, in welchem Ausbildungsseminar und an welcher Ausbildungsschule Sie Ihr Referendariat absolvieren sollen? Dann sollten Sie rechtzeitig Kontakt zu beiden Institutionen aufnehmen. Vorab könnten Sie sich schon einmal die Webseiten der Einrichtungen ansehen.

Vermutlich wird Ihr Ausbildungsseminar von Ihnen noch Informationen benötigen und sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Falls nicht, so melden Sie sich höflich per E-Mail im Sekretariat und schreiben Sie, dass Sie sich auf die Zeit im Referendariat freuen.

An Ihrer Ausbildungsschule sollten Sie ebenfalls virtuell vorbeischauen und ggf. der Schulleitung eine kurze E-Mail senden. Stellen Sie sich kurz vor, nennen Sie Ihre Fächer und beschreiben Sie, welche Interessen Sie haben, und bitten Sie um einen Termin, um sich kurz vorstellen zu dürfen. Im Rahmen dieses Termins werden Sie vermutlich neben der Schulleitung schon Ihre zukünftigen Mentoren kennen lernen und auch das Schulgebäude erkunden.

Vorbereitung – das A & O für Ihren Unterricht

Nutzen Sie die freie Zeit vor dem Referendariat, um sich noch einmal ausführlich mit Ihren Fächern auseinanderzusetzen. Befassen Sie sich mit den Lehrplänen für Ihre Fächer. Besuchen Sie eine Bibliothek, um sich in Fachliteratur einzulesen. Welche Unterrichtsmethoden möchten Sie im Rahmen des Referendariates versuchen, welches Material benötigen Sie dafür?

Falls Sie rhetorisch noch Unterstützung gebrauchen, suchen Sie sich professionelle Hilfe – etwa in Form von Kursen an der Universität oder an einer lokalen Bildungseinrichtung.

Sich selbst treu bleiben

Sprechen Sie mit der Schulleitung ab, wann Sie am ersten Tag Ihres Referendariates in der Schule erscheinen sollen, und kommen Sie zeitig dort an.

Hinsichtlich Ihrer Kleidung sollten Sie abwägen, was angemessen ist. Denken Sie daran, dass Sie eine Vorbildfunktion für Ihre Schüler haben – gleichsam sollte Ihre Kleidung tauglich für den Unterrichtsalltag sein.

Kalkulieren Sie für den Morgen, der für Sie einen neuen zeitlichen Ablauf haben wird, genügend Zeit ein. Planen Sie auch Unwägbarkeiten im Verkehr zu Ihrer Ausbildungsschule oder zum Ausbildungsseminar ein. Legen Sie äußersten Wert auf Pünktlichkeit.

Melden Sie sich im Sekretariat an und stellen Sie sich den betreuenden Lehrkräften vor. Nennen Sie Ihren Namen und fragen Sie, ob Sie die Lehrkräfte im Unterricht begleiten dürfen.

Dialog, bitte

Suchen Sie in den ersten Tagen immer das Gespräch, ehe sich Missverständnisse ergeben. Fragen Sie z. B. fremde Lehrkräfte, ob Sie auch in deren Unterricht hospitieren dürfen, wenn Sie eine bestimmte Lerngruppe gerne genauer kennen lernen möchten. Erkundigen Sie sich nach den schulinternen Lehrplänen und fragen Sie Ihre Mentoren nach wichtigen Inhalten, die in den jeweiligen Lerngruppen noch thematisiert werden sollten.

Sprechen Sie Ihren geplanten Unterricht gut ab. Welche Kommunikationswege Sie hierbei nutzen können, sollten Sie mit den Lehrkräften und auch mit Ihren Seminarlehrkräften besprechen.

Kritisch gesehen

Sollten Sie Kritik erhalten, so hören Sie sich diese zunächst einmal sachlich an. Welche Punkte hiervon können Sie annehmen, welche Punkte sind für Sie eher schwierig zu akzeptieren? Nehmen Sie dies wahr und versuchen Sie dann, objektiv damit umzugehen. Suchen Sie auch hier den Dialog – und bleiben Sie authentisch.

Der Antritt verknüpft mit einem passenden Auftritt ist wichtig, denn der erste Eindruck zählt. Wichtig ist es immer, rechtzeitig Kontakt mit der Ausbildungsschule und dem Seminar aufzunehmen. Stellen Sie sich dort in angemessener Form vor und bleiben Sie sich dabei treu. Dann meistern sich die ersten Schritte im Referendariat wie von selbst.

Alexandra von Plüskow arbeitet seit 1998 als Grundschullehrerin im Landkreis Lüneburg. Sie ist derzeit vom Land Niedersachsen als Bildungskoordinatorin der Bildungslandschaft Heidekreis in die Stabsstelle Schulverwaltung, Bildung und ÖPNV in Soltau abgeordnet. Die zweifache Mutter verfasst als Fachjournalistin Texte und Materialien für verschiedene Verlage und Magazine.

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