Basics Referendariat

Dienstunfähigkeitsversicherung im Referendariat – hier geht’s um Ihre Existenz!

Manchmal kommt die Dienstunfähigkeit schneller als man denkt. Als Referendarin bzw. Referendar genießen Sie in diesem Fall keinen Schutz. Der Normalfall sieht vielmehr so aus: Sie werden aus dem Beamtenverhältnis entlassen und bei der Rentenversicherung nachversichert. Der rechtzeitige Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung kann die Folgen der Dienstunfähigkeit mildern. 

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In den ersten fünf Jahren der Berufstätigkeit sind bei Dienstunfähigkeit vonseiten des Dienstherrn keine Leistungen zu erwarten. Erst mit der Verbeamtung auf Lebenszeit ist eine Mindestversorgung sichergestellt. Bis dahin tragen Sie das Risiko allein. 

Bleiben Sie hartnäckig

Bei der Risikoprüfung (d. h. der Überprüfung Ihres Gesundheitszustands) legen die Anbieter von Dienstunfähigkeitsversicherungen deutlich strengere Kriterien an als die privaten Krankenversicherungen. Nach einer Leserumfrage von Stiftung Warentest wurden 80 von 100 Versicherungsanträgen entweder abgelehnt, bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen oder der Antragsteller musste deutlich Prämienzuschläge zahlen. Dabei zählen nicht nur aktuelle Erkrankungen, sondern oft auch frühere Erkrankungen, die inzwischen vollständig abgeklungen sind. Werden Sie deswegen abgelehnt, lohnt es sich, dranzubleiben. Auch dies zeigt die Leserumfrage. 

Ganz wichtig: eine vollständige DU-Klausel

Der Teufel steckt oft im Detail! Und dies drückt sich häufig in den Versicherungsklauseln aus. Für Sie als Referendarin bzw. Referendar ist es unabdingbar, dass die DU-Klausel die Entlassung wegen Dienstunfähigkeit ausdrücklich einschließt. Dies ist nicht immer der Fall. 

Prüfen Sie die Leistungen

Wie bei anderen Versicherungsarten auch, unterscheiden sich auch bei den Anbietern von Dienstunfähigkeitsversicherungen die angebotenen Modelle und Leistungen. Zusätzlich variieren die Prämien um bis zu 1.000 €/Jahr je nach Versicherung. Was für Sie die beste Lösung ist, kann im Rahmen dieses Artikels nicht behandelt werden. Hier sollten Sie auf jeden Fall den Rat eines Experten hinzuziehen, damit Sie für den Fall der Fälle optimal versichert sind.   MK

 

Außerdem wichtig sind auch die richtige Krankenversicherung und eine Diensthaftpflicht- und Schlüsselversicherung. Aber auch über eine private Altersversorgung sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken machen.

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.

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