Basics Referendariat

Private Altersvorsorge, Pension & Rente - im Referendariat schon ans Alter denken

Nicht jeder, der heute ein Referendariat beginnt, wird später auch verbeamtet. Statt einer Pension erhalten Sie dann die normale Altersrente. Hier empfiehlt – und fördert – selbst die Bundesregierung die zusätzliche private Vorsorge. Je früher Sie damit beginnen, umso mehr bleibt Ihnen im Alter. 
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Die Zeit des Referendariats gilt grundsätzlich als ruhegehaltfähige Dienstzeit nach dem Beamtenrecht. Der Dienstherr zahlt keine Beiträge zur Rentenversicherung. Werden Sie nach dem Referendariat verbeamtet, wird die Zeit des Referendariats auf Ihre Pension angerechnet. Werden Sie nicht verbeamtet, zahlt der Dienstherr die Rentenbeiträge nach. Die Beträge werden dabei nach den Vorschriften berechnet, die zum Zeitpunkt der Zahlung für rentenversicherungspflichtige Beschäftigte gelten. Für die sogenannte Nachversicherung müssen Sie selbst keinen Antrag stellen. Der Dienstherr wird von sich aus tätig.

Sichern Sie sich die Unterstützung des Staates

Private Vorsorge ist heute eine der Säulen der Altersvorsorge. Der Staat fördert verschiedene Programme zum Aufbau einer gesicherten Versorgung im Alter. Dazu gehört unter anderem die sogenannte Riester-Rente. Hier erhalten Sie pro Jahr eine Förderung von 154 €. Haben Sie Kinder, gibt es zusätzliche Kinderzulagen. Schließen Sie den Vertrag vor dem 25. Lebensjahr ab, erhalten Sie zusätzlich eine einmalige Förderung in Höhe von 200 €.
Um bei der Riester-Rente die volle staatliche Förderung zu erhalten, müssen Sie 4 % Ihres Jahres-Bruttoeinkommens abzüglich der Förderung in einen Riestervertrag einzahlen. Bei einem Referendargehalt von ca. 1.100 € im Monat sind dies ca. 32 €. Mit wie viel monatlicher Zusatzrente Sie bei Renteneintritt rechnen können, ist abhängig davon, wie viel und wie lange Sie eingezahlt haben.

Nutzen Sie die vermögenswirksamen Leistungen

Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ sollten Sie auch die vermögenswirksamen Leistungen (VWL) in Ihre Überlegungen für die Altersvorsorge betrachten. Als Referendarin bzw. Referendar erhalten Sie von Ihrem Dienstherrn monatlich 6,65 €. Wenn Sie diese in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie diese gemäß dem „5. Vermögensbildungsgesetz“ anlegen und hierüber einen Nachweis erbringen. Folgende Anlageformen sind zulässig:

  • Bausparvertrag
  • Investmentfonds
  • Banksparplan

Welche Anlage für Sie die beste ist, ist abhängig von Ihrer persönlichen Lebensplanung. In den meisten Fällen überschreitet der Mindest-Anlagebetrag die 6,65 €. Allerdings gibt es inzwischen Versicherungen, die auch die Möglichkeit bieten, nur diesen Betrag anzulegen. Hier sollten Sie sich von einem unabhängigen Versicherungsberater über die für Sie optimale Anlageform beraten lassen.   MK

Neben der privaten Altervorsorge ist es wichtig, rechtzeitig die riichtige Krankenversicherung abzuschließen. Um beruflich auf der sicheren Seite zu stehen, informieren Sie sich auch über den Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung bzw. Diensthaftpflicht- und Schlüsselversicherung.

 

 

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.

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