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Telefonate: So tauschen Sie Informationen über Ihre Schüler mit den Eltern aus

Neben Sprechstunden und Elternabenden sind Telefonate eine zusätzliche Möglichkeit, spontan auf einen bestimmten Zwischenfall zu reagieren oder sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. 

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Jederzeit erreichbar - Wollen Sie das sein?

Oftmals gibt es akute Vorfälle oder Anlässe, aufgrund derer Sie die Eltern anrufen oder von ihnen angerufen werden. Dabei besteht der Zweck zumeist darin, sich gegenseitig über wichtige bzw. aktuelle Vorkommnisse zu informieren.

Grundsätzlich müssen Sie sich vorab überlegen, in welchem Rahmen und unter welcher Telefonnummer Sie für die Eltern erreichbar sein wollen. Möchten Sie ausschließlich in der Schule angerufen werden, so geben Sie Ihre private Nummer keinesfalls bekannt. Ist es Ihnen allerdings recht, dass sich Eltern im Notfall auch außerhalb der Unterrichtszeiten bei Ihnen melden, so können Sie Ihre private Nummer, z.B. am Elternabend oder in Form eines Elternbriefes, bekannt geben. Dabei sollten Sie allerdings klarstellen, dass es sich bei den Anrufen auf Ihrer privaten Nummer nur um Notfälle handeln soll. In allen anderen Fällen sind Sie unter der Schulnummer bzw. in Ihrer Sprechstunde erreichbar. Es sollte sich keineswegs einschleichen, dass Eltern Sie wegen Kleinigkeiten zu Hause anrufen!

Seien Sie gut vorbereitet

Tätigen Sie den Anruf in jedem Fall von einem ruhigen Ort aus, wo Sie nicht durch etwaige Störungen abgelenkt sind. Wenn man Sie zu einem ungelegenen Zeitpunkt anruft, rufen Sie die Person lieber in einem ruhigen Moment zurück, um die nötige Konzentration auf Ihr Gegenüber auch aufbringen zu können.

Machen Sie sich vor und auch während des Gespräches Notizen und schreiben Sie wichtige Inhalte in Ihren Schülerbeobachtungen auf. So können Sie jederzeit auf Abmachungen oder Absprachen zu- bzw. zurückgreifen.

Anrufe sollten aber nicht immer nur aufgrund negativer Vorkommnisse erfolgen. Halten Sie die Eltern auch über positive Entwicklungen auf dem Laufenden, denn nicht immer muss ein Anruf des Lehrers bzw. der Lehrerin etwas Schlechtes bedeuten! Andersherum gilt das natürlich genauso. Auch wenn eine solche Vorgehensweise natürlich Zeit kostet, ist doch gerade bei Schülern, die nach einer schwierigen Phase Fortschritte und Erfolge zeigen, die Rückmeldung derer für alle Seiten wichtig. 

Für Notfälle: die Telefonkette

In der Praxis hat es sich als wertvoll erwiesen, in der Klasse eine Telefonkette für Notfälle einzurichten. Dazu kann, wenn alle Eltern einverstanden sind, die Klassenliste genutzt werden. Im Falle eines vorzeitigen Unterrichtsendes oder Ähnlichem können sich die Eltern in der vorgegebenen Reihenfolge dann gegenseitig telefonisch informieren.

Die Autorin Julia Schlimok ist Lehrerin und betreut seit mehreren Jahren regelmäßig Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im 1. Ausbildungsjahr.

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