Gespräche

Gemeinsame Projektplanungen

Zusammenarbeit hat nicht nur im Schulalltag eine zentrale Bedeutung. Gerade wenn es darum geht, Schulprojekte zu initiieren und umzusetzen, ist eine gute Zusammenarbeit essentiell und stellt eine Grundbedingung für das Gelingen des Vorhabens dar.

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Starten Sie gemeinsame Projekte

Projekte machen Schulalltag und Zusammenleben bunter und abwechslungsreicher. Doch sind diese meist mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden, der nur gemeinsam zu tragen ist. Von der Vorbereitung, über die Durchführung, bis hin zum Abschluss des Projektes müssen alle Beteiligten gemeinsame Sache machen und sich die Arbeit aufteilen.

Im Folgenden ist ein Beispiel aus dem Schulalltag beschrieben, das zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit aller ist, wenn ein geordnetes Miteinander in der Schule geschaffen und ausgebaut werden soll.

Bringen Sie gemeinsam Ordnung ins Schulhaus

Nicht nur inhaltlich, auch erzieherisch ist die Zusammenarbeit innerhalb der Schulfamilie von großer Bedeutung. Machen Sie auch bei Themen, die alle etwas angehen, gemeinsame Sache und sprechen Sie sich ab, was allgemeingültige Werte und Regeln angeht. Dabei können sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch der Elternbeirat mit einbezogen werden.

  • Pausenregeln: Stellen Sie gemeinsam Regeln auf, die in der Pause gelten und auf die jede Pausenaufsicht achten muss.
    • Wie können sich die Kinder beschäftigen (Fußball spielen, Spielebox etc.)?
    • Wie läuft das Ende der Pause ab (klassenweises Anstellen, gemeinsames Reingehen etc.)?
    • Was passiert bei Regen oder Schneefall?
    • usw.
  • Hausordnung: Erstellen Sie gemeinsam eine Hausordnung, an die sich jeder zu halten hat und auf deren Einhaltung alle Kolleginnen und Kollegen achten müssen.
    • Rennen im Schulgebäude ist nicht erlaubt.
    • Auf Sauberkeit ist von allen zu achten.
    • Die Lautstärke sollte für alle erträglich sein.
    • Verhalten auf der Toilette und an anderen "Treffpunkten"
    • usw.
  • Morgenaufsicht: Überlegen Sie sich gemeinsam, auf welche Art und Weise die Schülerinnen und Schüler vor Unterrichtsbeginn beaufsichtigt werden. Gerade Kinder, die mit dem Schulbus oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen, sind oftmals schon sehr früh in der Schule und dürfen nicht unbeaufsichtigt sein.
    • Gibt es einen emeinsamen Aufenthaltsort für alle?
    • Gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten (im Klassenraum/im Hort/ …)?
    • Gibt es einen Frühstücksraum/eine Cafeteria?
    • usw.
  • Gemeinsame Werte: Legen Sie fest, welche Werte Ihnen im täglichen Miteinander wichtig sind und worauf Sie besonders achten wollen. Arbeiten Sie täglich mit Ihren Schülerinnen und Schülern an diesen und machen Sie sie auf eventuelles Fehlverhalten aufmerksam.

Konsequentes Handeln ist das A und O

Neben allen oben ausgeführten Überlegungen gilt es dann natürlich auch, gemeinsam im Kollegium Konsequenzen zu beschließen, die in Kraft treten, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler nicht an die Abmachungen halten. Alle Lehrkräfte und alle Schülerinnen und Schüler sollen wissen, welche „Strafe“ auf welches Fehlverhalten folgt, sodass sie sich dementsprechend verhalten können. Je konsequenter sich beide Seiten an die getroffenen Abmachungen halten, desto konfliktärmer und geordneter kann in der Schule gelernt werden.

Mit Kollegialität erreicht man das Ziel

Kollegialität ist grundlegend für eine funktionierende Schulentwicklung. Nur ein Kollegium, das miteinander spricht und gemeinsam an einem Strang zieht, kann Schule weiterentwickeln und verändern – und den Schülerinnen und Schülern ein positives Beispiel sein. JS

Die Autorin Julia Schlimok ist Lehrerin an der Grundschule Mertingen und betreut seit mehreren Jahren regelmäßig Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im 1. Ausbildungsjahr.

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