Gespräche

Der Übertritt von der Grundschule - Beratung und Gespräche mit Eltern und Schülern

Ein wichtiger Scheitelpunkt für Eltern wie Schülerinnen und Schüler der Grundschule ist der Übertritt an die weiterführenden Schulen nach der 4. Klasse. Während in dieser Zeit viele Gespräche zwischen Lehrkräften und Eltern stattfinden, stehen die Hauptpersonen, nämlich die Schülerinnen und Schüler, oftmals im Hintergrund. Doch sollten auch deren Wünsche und Ängste genügend Beachtung finden.
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Bevor Sie eine Schülerin bzw. einen Schüler zu einem Gespräch bitten, bereiten Sie sich ganz genau auf dieses vor. Nur wenn Sie ein klares Bild von dem Kind haben, können Sie eine angemessene und adäquate Laufbahnberatung gewährleisten. Folgende Fragen sollten im Vorfeld klären:

  • Wie ist der Leistungsstand in den verschiedenen Fächern?
  • Hat das Kind besondere Interessen, Stärken und/oder Schwächen?
  • Wie steht es um seine sozialen Fähigkeiten?
  • Wie sieht es aus mit der Wissbegier des Kindes? Ist es aufgeschlossen? Zeigt es sich offen gegenüber Neuem?
  • Welche Entwicklung hat das Kind in den letzten Monaten gemacht?
  • Hat es seine schulischen Leistungen mühelos erreicht oder waren große Anstrengungen nötig?
  • Welche Schulart halten Sie für die geeignete?
  • Wo sehen die Eltern ihr Kind?

Struktur ist das A und O

Gerade der Übergang von der Grundschule an eine weiterführende Schule ist bei vielen Schülerinnen und Schülern und Eltern ein besonders sensibles Thema und führt immer wieder zu Uneinigkeit zwischen den Beteiligten. Damit ein roter Faden im Gespräch erhalten bleibt und das Gespräch nicht ausufert, bietet es sich an, die Unterhaltung möglichst strukturiert aufzubauen.

  • Was will das Kind? Wo sieht es sich?
  • Sehen das die Eltern genauso?
  • Welche Einstellung haben Sie?
  • Worauf basiert Ihre Ansicht? Legen Sie Ihre Beobachtungen an dieser Stelle detailliert offen.
  • Gibt es Gemeinsamkeiten in den Sichtweisen?
  • Legen Sie miteinander ein greifbares Ziel fest.
  • Bestimmen Sie einen genauen Zeitpunkt, an dem die Erreichung dieses Zieles überprüft werden soll.

Geht es um eine individuelle Laufbahnberatung darf es keinesfalls bei einem einzelnen Treffen bleiben. Es geht vielmehr darum, Vereinbarungen, Ziele und Wünsche immer wieder abzugleichen und auf ihren Realitätsbezug hin zu überprüfen.

Die Autorin Julia Schlimok ist Lehrerin und betreut seit mehreren Jahren regelmäßig Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im 1. Ausbildungsjahr.

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