Schule mitgestalten

Museumsbesuch mit der Schulklasse: Planung und Umsetzung

Sie möchten Ihren Unterricht durch einen Museumsbesuch beleben? Hierbei gilt es, einige Dinge zu berücksichtigen. Was Sie für Ihre Planung beachten sollten – und wie der Besuch im Museum gelingt, lesen Sie im folgenden Beitrag.
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Außerschulische Lernorte geben Kindern und Jugendlichen die Chance, sich Lerninhalte in einer ganz anderen Atmosphäre als der Schule zu erschließen, diese zu vertiefen und anzuwenden. Ein Gang in ein nahegelegenes Museum bietet sich in diesem Zusammenhang geradezu an. Dieser motiviert Ihre Schülerinnen und Schüler zum Lernen und regt an, sich eigenständig Inhalte anzueignen. Ganz im Sinne eines selbstständigen, problemlösenden Lernens erarbeiten sich Ihre Schülerinnen und Schüler Inhalte und schaffen Zusammenhänge zu ihrer eigenen Lebenswelt und Lebenswirklichkeit. Sie stärken dadurch ihr eigenes Selbstwertgefühl und bilden Verantwortung für das eigene – lebenslange – Lernen heraus. 

Gut geplant …

Überlegen Sie im Rahmen der Planung einer Unterrichtseinheit, ob sich ein Museumsbesuch zur Einführung, Vertiefung oder zum Abschluss der Thematik anbietet. Suchen Sie dann Museen in der näheren Umgebung heraus, die Angebote zu den Inhalten bereithalten und kontaktieren Sie diese. Erfragen Sie, welche museumspädagogischen Mittel und Veranstaltungen zur Verfügung stehen und wie die Inhalte präsentiert werden. Ferner ist es wichtig, sich über die Öffnungszeiten, Eintrittspreise und die Lage des Museums zu informieren.

Befindet sich das Museum in einem entfernter gelegenen Ort, so sollten Sie sich rechtzeitig darüber informieren, wie Sie mit Ihrer Lerngruppe dorthin kommen (Bus- bzw. Bahnfahrpläne) und wie viel dies kostet.

… und informiert

Stellen Sie Ihr Vorhaben im Rahmen eines Elternabends vor und erläutern Sie, welche Vorteile dieser Besuch an einem außerschulischen Lernort für die Schülerinnen und Schüler hat. Informieren Sie die Eltern unbedingt über die Kosten, die ihnen entstehen. Benachrichtigen Sie zudem Ihre Schulleitung und bitten Sie diese um Genehmigung Ihres Vorhabens.

Benötigen Sie zusätzliche Unterstützung während der Exkursion? Dann erfragen Sie bei Ihrer Schulleitung, ob Sie eine Lehrkraft oder Eltern mitnehmen können. Wichtig ist, dass alle Fragen hinsichtlich der Aufsichtspflicht geklärt sind.

Informieren Sie außerdem die Kolleginnen und Kollegen, die in der Klasse an dem Tag Ihres Vorhabens unterrichten. Besprechen Sie, wie eventuelle Unterrichtsausfälle bzw. Vertretungen geregelt werden können.

Umsetzung mit den Schülerinnen und Schülern

Stellen Sie anschließend Ihr Vorhaben den Schülerinnen und Schülern vor. Lassen Sie diese unter Ihrer Aufsicht z. B. im Internet recherchieren. Oftmals bieten die Museen Arbeitsblätter oder Malblätter zum Download an.

In Gruppenarbeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Fragen, die sie während des Museumsbesuches klären möchten. Sie entscheiden dann selbstständig, ob sie diese Antworten eigenständig finden möchten oder etwa eine Expertin oder einen Experten während der Exkursion zu bestimmten Dingen befragen.

Nachbereitung

Von besonderer Bedeutung ist die Nachbereitung mit den Schülerinnen und Schülern in der Schule. Diese sollte in Gruppenarbeit stattfinden. Ihre Lernerinnen und Lerner präsentieren ihre Ergebnisse etwa in Form einer Power-Point-Präsentation oder aber sie erstellen Plakate hierzu. Ein Foto-Tagebuch in Form einer Wandzeitung veranschaulicht die Exkursion zusätzlich.

Museen als außerschulische Lernorte eignen sich besonders, um theoretische Inhalte außerhalb der Schule praxisnah und ansprechend zu vermitteln. Sie schulen neben der Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler gleichsam ihre Methodenkompetenz. Und genau dies ist ein wichtiger Baustein für ein lebenslanges Lernen.

 

Eine Liste deutscher Museen nach Themen finden Sie hier.

Eine Liste deutscher Museen nach Orten finden Sie hier.

Die Autorin Alexandra von Plüskow ist Grund- und Hauptschullehrerin. Sie hat mehrere Jahre lang als Fachberaterin für die Landesschulbehörde Lüneburg und als Lehrbeauftragte der Universität Koblenz-Landau gearbeitet. Zurzeit ist sie als freie Referentin und Fachjournalistin tätig.

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