Zusatzqualifikation aufbauen

Der Schwimmschein – wichtige Zusatzqualifikation für Lehrer

Nur wer seine Rettungsfähigkeit offiziell nachweisen kann, darf Schwimmunterricht erteilen und Ausflüge ins Schwimmbad oder an den See bzw. ans Meer begleiten. Viele Schulen fordern einen solchen Nachweis ausdrücklich in ihren Stellenausschreibungen.
Fotolia 7768087 XS .shock - Fotolia

Der Schwimmschein – was ist das?

Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen – umgangssprachlich auch Schwimmschein genannt – bescheinigt vor allem eins: die Fähigkeit, Verunglückte aus dem Wasser zu retten. Man kann zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen: Bronze, Silber und Gold. Nur wer seine Rettungsfähigkeit nachweisen kann, darf Schwimmunterricht erteilen und seine Schüler auch bei Klassenfahrten und Ausflügen ins Schwimmbad oder an den See bzw. ans Meer begleiten.

Wer sollte einen Schwimmschein machen?

Viele Schulen erwähnen den Schwimmschein ausdrücklich in ihrer Stellenausschreibung. Vor allen bei zukünftigen Grundschullehrkräften wird dieser Nachweis gern gesehen. Auch Sportlehrkräfte sollten mindestens über ein Bronze-Abzeichen verfügen. Die meisten von ihnen haben dies bereits während des Studiums abgelegt.
Unabhängig von Fächerkombination oder Schulart spiegelt der Schwimmschein körperliche Fitness, soziales Engagement und Verantwortungsbewusstsein des Inhabers wieder. Für Sie als Lehramtanwärterin bzw. Lehramtsanwärter ist ein Schwimmpunkt also auf jeden Fall ein „Pluspunkt“.

Was ist zu beachten?

In der Regel genügt das Bronze-Abzeichen als Nachweis der Rettungsfähigkeit, in einigen Bundesländern (z. B. in Bayern) wird jedoch Silber verlangt. Erkundigen Sie sich am besten vorher beim entsprechenden Kultusministerium. Das Abzeichen bestätigt, dass die Lehrkraft bei einem Notfall bis zum Beckenboden tauchen kann, eine Person zum Beckenrand transportieren und Soforthilfemaßnahmen durchführen kann.

Manchmal wird eine regelmäßige Erneuerung alle zwei oder vier Jahre erwartet. Aber auch ohne konkrete Regelung sollte jeder im eigenen Ermessen seine Rettungskenntnisse hin und wieder auffrischen. So sind Sie im Schadensfall – nicht nur im Hinblick auf die Versicherung – auf der sicheren Seite. Des Weiteren sollten Sie sich über die allgemeine Aufsichtspflicht beim Schwimmunterricht informieren.

Wo gibt’s mehr Infos?

Das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold kann bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (www.dlrg.de), der Wasserwacht des Roten Kreuzes (www.wasserwacht.de) oder beim Arbeiter-Samariter-Bund (www.asb.de) abgelegt werden. Die meisten Ausbildungen dauern mehrere Wochen. Manchmal bieten jedoch auch Institutionen zur Lehreraus- und -fortbildung vergleichbare, kürzere „Kurse zur Rettungsfähigkeit“ an, die vom jeweiligen Kultusministerium ebenfalls anerkannt werden. Wenn Sie Interesse am Erwerb eines Schwimmscheins haben, sollten sie einfach mal im Seminar nachfragen!  MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.