Zusatzqualifikation aufbauen

Interkulturelle Kompetenz für Lehrer: Kulturelle Vielfalt vermitteln

Auf der einen Seite schreitet die Globalisierung rasend schnell voran, nie war die Welt kleiner. Auf der anderen Seite spielt das Thema Migration und Integration im Klassenzimmer zunehmend eine Rolle. Interkulturelle Fortbildungen sollen Kenntnisse über andere Kulturen und Religionen vermitteln, Differenzen erkennen helfen und mögliche kulturelle Konflikte entschärfen.
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Interkulturelle Kompetenz – was ist das?

Durch Globalisierung und Mobilität treffen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion aufeinander – auch im Klassenzimmer. Die Entwicklung interkultureller Kompetenz ist darum Bestandteil von Lehrplänen. Es geht darum, Kenntnisse über verschiedene Länder, deren Kulturen und Verhaltensweisen zu vermitteln und Respekt und Verständnis für die eigene und für fremde Kulturen zu entwickeln. Im Fremdsprachenunterricht stehen längst nicht mehr nur Vokabeln und Grammatik im Vordergrund. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler Leben, Heimat und Kultur der Sprecherinnen und Sprecher der Zielsprache kennenlernen. Dabei geht es um mehr als das Herausstellen der Unterschiede und Besonderheiten. Aber auch Migration und mögliche Probleme in Klassen mit hohem Migrationsanteil werden bei Fortbildungen zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ beleuchtet.

Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Über Interkulturelle Kompetenz sollten besonders künftige Fremdsprachenlehrkräfte verfügen. Aber auch Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Fachbereichen können interkulturelle Kenntnisse bei Bewerbungen hoch angerechnet werden und im Schulalltag einen praktischen Vorteil verschaffen.

Was ist zu beachten?

Ähnlich wie bei dem Überbegriff „Medienkompetenz“ ist auch bei dem Begriff „Interkulturelle Kompetenz“ nicht klar festgelegt, was sich dahinter verbirgt. Darum fallen auch die Fortbildungen zu dem Thema sehr unterschiedlich aus. Mal spezialisieren sich Seminare auf ein bestimmtes Land und seine non-verbale Kommunikation, also welche Mimik, Gestik, welche Verhaltensregeln dort gelten. Mal wird der Schwerpunkt auf interkulturelles Marketing gesetzt und zielt eher auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter internationaler Konzerne ab, nicht auf Pädagoginnen und Pädagogen. Achten Sie darum darauf, dass sich die Fortbildung tatsächlich an Lehrkräfte und Lehramtsanwärter richtet und dass der Fokus zu Ihrem künftigen Arbeitsfeld passt.

Wo gibt’s mehr Infos?

Studienseminare und Universitäten sind auch hier selbstverständlich Ihre erste Anlaufstelle. Auch das Institut für Interkulturelle Kompetenz & Didaktik (www.ikud.de und www.ikud-seminare.de ) bietet diverse Seminare und Weiterbildungen an.   MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.