Zusatzqualifikation aufbauen

Yoga für Kinder und Jugendliche – auch im Schulalltag

Lehrerkräfte klagen immer mehr über hyperaktive, verhaltensauffällige und unkonzentrierte Kinder und Jugendliche. Mit ein paar Körper-, Atem- und Aufmerksamkeitsübungen konnten in verschiedenen Studien hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Yogaelemente im Unterricht helfen, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, Stress besser zu bewältigen und die Aufnahmefähigkeit zu steigern. 
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Yoga für Kinder und Jugendliche – Was soll das?

Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten sind Probleme, mit denen zunehmend mehr pädagogische Fachkräfte konfrontiert werden. Auf der Suche nach Lösungen werden in den letzten zehn Jahren immer häufiger Methoden aus dem Yoga eingesetzt. Yoga (in Form von Körper-, Atem- und Aufmerksamkeitsübungen) kann Bestandteil des Turnunterrichts sein, im Klassenzimmer stattfinden oder als Wahlfach oder AG angeboten werden. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Yoga dabei helfen kann, besser mit Stress umzugehen, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern, Körpergefühl und Selbstbewusstsein zu verbessern und die Gesundheit zu stärken. Eine Ausbildung zur Yogalehrerin bzw. zum Yogaübungsleiter versetzt Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in die Lage, Yogaelemente zur Stressbewältigung, Beruhigung und Motivierung von Kindern und Jugendlichen in den Unterricht einzubauen.

Für wen ist eine Yoga-Ausbildung geeignet?

Eine Ausbildung zur Yoga-Übungsleiterin bzw. zum Yoga-Übungsleiter ist für alle, die offen für neue Methoden sind und Interesse für Yoga mitbringen. Vor allem Grund- und Förderschullehrkräfte können davon im Schulalltag profitieren. Eine entsprechende Ausbildung qualifiziert Sie nicht nur, Yoga in der Schule einzusetzen, sondern auch, um Kurse im Sportverein oder in Yogastudios anzubieten. Eine gewisse Grundsportlichkeit ist von Vorteil – auch wenn es bei Yoga nicht ausschließlich um Bewegungseinheiten geht. Sie sollten unbedingt vorher Yoga einmal selbst ausprobieren, bevor Sie sich für eine Ausbildung entscheiden!

Was ist zu beachten?

Bei der Yogalehrerin bzw.  dem Yogalehrer handelt es sich um keinen geschützten Beruf. Darum prüfen Sie gut, wo Sie Ihre Ausbildung absolvieren. Manche Fortbildungen dauern nur ein oder zwei Wochenenden, andere ziehen sich berufsbegleitend über mehrere Wochen oder sogar Monate. Der Schwerpunkt sollte unbedingt auf Yoga für Kinder und/oder Jugendliche liegen.

Wo gibt’s mehr Infos?

Manche Yogastudios bieten hin und wieder in Eigenregie Aus- und Fortbildungen zur Yogaübungsleiterin bzw. zum Yogaübungsleiter für Kinder und Jugendliche an. Ein umfangreiches Ausbildungsangebot finden Sie bei Yoga Vidya in Bad Meinberg (www.yoga-vidya.de). Weitere hilfreiche Websites zum Thema sind: www.kinderyoga.de und www.kinder-yoga.cc   MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.