Basics Referendariat

So viel verdienen Sie als junge Lehrkraft

Wie in allen anderen Berufen erhöht sich auch bei Lehrkräften das Gehalt nach der Ausbildung deutlich. Im Vergleich zu der Besoldung im Referendariat erhalten Sie als Junglehrerin bzw. Junglehrer ca. das Dreifache Ihres bisherigen Gehalts. Wie in fast allen anderen Bereichen ist auch die Besoldung auf Länderebene geregelt und unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.
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Zwischen 40.000 und 48.000 Euro Jahresgehalt – in diesem Bereich bewegt sich, je nach Schulart, nach Schätzung der Kultusministerkonferenz (www.kmk.org/fileadmin/doc/Dokumentation/Bildungswesen_pdfs/lehrer.pdf) das Anfangsgehalt deutscher Lehrer. Damit liegen die Gehälter im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe und können sich auch im Verhältnis zu anderen Berufen durchaus sehen lassen.

Nach der gleichen Schätzung beträgt das mögliche Höchstgehalt zwischen 53.500 und 66.900 Euro jährlich brutto. In beiden Schätzungen (Einstiegs- und Höchstgehalt) sind mögliche Zulagen und Grundlagen enthalten. Basis ist eine kinderlose und unverheiratete Lehrkraft. Durch Familienzuschlag und Sonderbeiträge für Kinder kann sich die angegebene Besoldung weiter erhöhen.

Einen Überblick über die Einstiegsgehälter für ausgebildete Lehrkräfte bietet eine Übersicht der GEW, die Ihnen auf dieser Webseite kostenfrei als Download rechts oben neben dem Artikel zur Verfügung steht.

So unterscheiden sich Beamte und Angestellte bei der Besoldung

Die Entlohnung für verbeamtete Lehrer ist in den Beamtenbesoldungsgesetzen der Länder geregelt. Die Höhe des Gehalts richtet sich nach der Besoldungsgruppe und der Besoldungsstufe. Die Zuordnung zur Besoldungsgruppe folgt in den meisten Bundesländern nachstehendem Schema:

  • Lehrkräfte an Grundschulen A 12
  • Lehrkräfte an Hauptschulen A 12
  • Lehrkräfte an Realschulen A 13
  • Lehrkräfte an Förderschulen A 13
  • Lehrkräfte an Gymnasien:Studienrat A 13 (mit Stellenzulage) mit  Beförderungsmöglichkeit zum: Oberstudienrat A 14 / Studiendirektor A 15
  • Lehrkräfte an beruflichen Schulen: Studienrat A 13 (mit Stellenzulage) mit Beförderungsmöglichkeit zum: Oberstudienrat A 14 / Studiendirektor A 15

(zitiert nach: www.kmk.org/fileadmin/doc/Dokumentation/Bildungswesen_pdfs/lehrer.pdf)

Je nach Bundesland erfolgt zu Beginn des Beamtenverhältnisses eine Einstufung in die Besoldungsstufen 3–5. Neben dem sich daraus ergebenden Grundgehalt fließen noch der Familienzuschlag (erste Stufe Familienstand, weitere Stufen für Kinder) und etwaige Zulagen in die Besoldung ein.

Angestellte Lehrkräfte werden in fast allen Bundesländern  – ausgenommen Berlin und Hessen – nach dem Tarifvertrag der Länder TV-L entlohnt. Einen entsprechenden Gehaltsrechner finden Sie hier (oeffentlicher-dienst.info/tv-l/lehrer/). In Hessen bildet der TV-H, in Berlin die Anwendungstabellen des TV-L Berlin die Grundlage für die jeweilige Entlohnung. Auch diese TVs sind unter dem angegebenen Link aufgeführt.

Obwohl fast alle Bundesländer auf der Basis eines einheitlichen Tarifvertrags entlohnen, kann es von Bundesland zu Bundesland deutliche Unterschiede im Gehalt geben. Dies liegt daran, dass es den Bundesländern freigestellt ist, in welche Gehaltsgruppe und -stufe sie Lehrkräfte einordnen. So erhält eine Junglehrerin/ein Junglehrer in Berlin ein bis zu 30 % höheres Anfangsgehalt als in anderen Bundesländern.

Ein Blick auf TV-L und Beamtenbesoldungsgesetze zeigt, dass sich die Brutto-Entlohnung (bei einer vergleichbaren Einstufung) kaum unterscheidet. Netto bleibt angestellten Lehrerinnen und Lehrern aufgrund der zu leistenden Sozialabgaben deutlich weniger in der Tasche.

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.

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