Basics Referendariat

Die Seminarleitung

Die Seminarleitung ist Ihr Ansprechpartner für Fragen rund um den Vorbereitungsdienst. In vielen Bundesländern wählt sie auch geeignete Betreuungslehrkräfte aus, die Sie an der Ausbildungsschule begleiten. Am Ende des Vorbereitungsdienstes entscheidet die Seminarleitung über Ihre Seminarnote, auch Bewertungsnote oder „Krawattennote“ genannt. 
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Im Vorbereitungsdienst sind an der Schule die Schulleitung, die Mentoren und die Ausbildungskoordinatoren Ihre Ausbilder. Am Seminar sind die Seminarleiter und die Fachseminarlehrer für die Ausbildung zuständig.

Die Seminarleitung ist auch die Ausbildungsleitung

Der Ausbildungsleiter für das Referendariat an der Schule und im Seminar ist der Seminarleiter. Er oder sie ist verantwortlich für die gesamte Ausbildung. In der Regel sind die Seminarleiter auch die Leiter des Allgemeinen Seminars.

Die Seminarleitung plant, gestaltet und führt die Seminartage in der Woche durch. Wenn es um dienstlichen Schriftverkehr wie Krankmeldungen oder Anträge geht, so sind diese an die Leitung des Allgemeinen Seminars zu richten. Die Seminarleitung legt die Termine der Prüfungen fest und koordiniert die Ausbildung an der Schule. Sie besucht auch den Unterricht der Referendarinnen und Referendare. Wann immer allgemeine Probleme oder Fragen während der Ausbildungszeit auftreten, ist es ratsam, sich direkt an die Seminarleitung zu wenden.

Allgemeine Fächer und Orientierung im Hauptseminar/Allgemeinen Seminar/Pädagogischem Seminar

Die Ausbildung am Seminar gliedert sich in die Ausbildung in den Allgemeinen Fächern und in den Unterrichtsfächern.

In den Allgemeinen Seminaren (auch Hauptseminare oder Pädagogische Seminare genannt) stehen die allgemeinen Themen wie Pädagogik, Psychologie, Recht und Allgemeindidaktik im Mittelpunkt. Im ersten Schritt wird alles Organisatorische rund ums Referendariat geklärt. Wenn nicht bereits geschehen, erfahren Sie spätestens hier, welcher Ausbildungsschule Sie zugewiesen werden. Auch die Zuteilung zu den Fachseminaren wird im Allgemeinen Seminar bekanntgegeben.

Die Fachseminare: Lernen in Theorie und in Praxis

In den Fachseminaren stehen die Fachdidaktik und -methodik im Vordergrund. Die Fachseminarlehrkräfte sind in der Regel zusätzlich zu ihrer Seminartätigkeit hauptberuflich an einer Schule tätig. Dadurch bilden sie eine Brücke zwischen Theorie und Praxis. Sie profitieren dabei von wertvollen Tipps und Tricks aus der Unterrichtspraxis. Das sollten Sie auch nutzen: Als Referendarin bzw. Referendar dürfen Sie auch in Unterrichtsstunden der Fachseminarlehrkraft hospitieren.

Beurteilung durch die Fachseminarlehrkräfte

Um sich ein Bild über Ihre Fortschritte zu machen, besuchen die Fachlehrkräfte etwa zweimal im Halbjahr Ihren Unterricht. In Berlin verfassen Sie z. B. pro Ausbildungshalbjahr ein Gutachten über Ihren Ausbildungsstand. Diese werden allerdings nicht benotet. Die Fachseminarlehrkräfte nehmen auch an den Lehrproben teil. In welcher Form sie zur Notenbildung des Zweiten Staatsexamens beitragen, hängt vom Bundesland ab. Die genaue Ordnung sollten Sie in den ersten Wochen unbedingt in Erfahrung bringen.  MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.

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