Basics Referendariat

Didaktik und Methodik in den Unterrichtsfächern – Ausbildung in Theorie und Praxis

Didaktik und Methodik Ihrer Unterrichtsfächer vertiefen Sie im Vorbereitungsdienst in der fachspezifischen Ausbildung. In der theoretischen Ausbildung in den Fachseminaren arbeiten Sie im Studium erworbene Kenntnisse auf und vertiefen sie. Die praktische Umsetzung des Erlernten erfolgt in der Ausbildungsschule. 

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Inhalte der fachspezifischen Ausbildung

In der fachspezifischen Ausbildung werden folgende Inhalte ausgebildet:

  • Didaktik und Methodik des Unterrichtsfaches,
  • Planung, Gestaltung und Evaluation von Unterricht,
  • fachspezifische Lernziele und -inhalte,
  • Feststellung und Analyse von Lernfortschritten,
  • Leistungsbewertungen,
  • Einsatz von fach- und stufenspezifischen Lehr- und Lernmethoden,
  • angemessener Umgang mit abweichendem Lern- und Sozialverhalten,
  • Analyse des Bildungswertes des jeweiligen Faches und dessen Beitrag zum fachübergreifenden Bildungs- und Erziehungsauftrag.

Der erste Schritt: 

Sie hospitieren bei erfahrenen Lehrkräften

Die Hospitation verschafft Ihnen einen Einblick in die Unterrichtspraxis. Indem Sie den Unterricht aktiv und ohne Leistungsdruck verfolgen, sammeln Sie wertvolle Erkenntnisse für Ihre eigene Unterrichtspraxis. Nach der Hospitation findet in der Regel ein Gespräch mit der jeweiligen Lehrkraft statt. Hier können Sie Fragen stellen und klären, welche didaktischen und methodischen Entscheidungen im Vorfeld getroffen wurden.

Der zweite Schritt: 

Sie setzten die Theorie in Lehrversuchen und eigenverantwortlichem Unterricht in die Praxis um

Die Lehrversuche bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre theoretischen Kenntnisse in der Unterrichtspraxis auszuprobieren. Bei der Planung und Durchführung dieses sogenannten Unterrichts unter Anleitung unterstützt Sie Ihre Mentorin bzw. Ihr Mentor. Nach einigen Wochen planen Sie Ihren Unterricht eigenständig. Auch dabei steht Ihnen Ihre Mentorin bzw. Ihr Mentor bei Fragen zur Didaktik, Methodik oder Zeitplanung beratend zur Seite. Regelmäßige Nachbesprechungen dienen dazu, Fortschritte und Defizite aufzudecken und Ihre Entwicklung zu fördern.
In regelmäßigen Abständen hospitieren auch die Seminarleitung, die  Fachseminarlehrkraft und die Schulleitung in Ihrem Unterricht. Auch hier helfen Ihnen gemeinsame Nachgespräche Ihren Unterricht zu reflektieren und evaluieren.

Der dritte Schritt:

Die benoteten Lehrproben – Die Probe aufs Exempel

Ziel der benoteten Lehrproben ist es, zu ermitteln, wozu Sie maximal fähig sind. Abhängig von Lehramt und Fächerkombination müssen Sie in der Regel im Rahmen Ihrer Ausbildung zwei bis drei Lehrproben ablegen. Die Termine für die benoteten Lehrproben werden Ihnen rechtzeitig angekündigt. Vor der Lehrprobe müssen Sie einen schriftlichen Unterrichtsentwurf einreichen. Dieser wird von der Prüfungskommission bewertet und fließt in die Note ein. Zu Beginn Ihres Vorbereitungsdienstes erfahren Sie unter anderem, wann in Ihrer Ausbildung Lehrproben vorgesehen sind.

Der letzte Schritt: 

Prüfungsstunden und mündliche Prüfung in der Didaktik

Zu guter Letzt müssen Sie noch zwei „Hürden“ nehmen: Am Prüfungstag müssen Sie in der sogenannten Prüfungslehrprobe Stunden in den Ausbildungsfächern gezeigt werden. Zusätzlich werden Sie am Ende des Vorbereitungsdienstes werden Sie mündlich in der Didaktik Ihrer Unterrichtsfächer geprüft. Diese Prüfung dauert etwa 30 Minuten.  MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.

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