Unterricht

Gute Vorsätze im (Schul-)Alltag

Sie hatten sich am (Schul-)Jahresanfang so viel vorgenommen – und stoßen gerade an Ihre Grenzen und möchten Ihren Schulalltag umstrukturieren? Zeit für gute Vorsätze! Bestimmt wollten Sie schon lange Ihre Unterrichtsvorbereitung besser planen? Oder Ihren Schreibtisch organisierter gestalten? Einem Hobby angemessen nachgehen? Oder einfach mehr Zeit für Freunde und Familie haben?
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Wunder können auch durch gute Vorsätze nicht geschehen – doch wenn diese realistisch geplant und umgesetzt werden, steht dem nichts und niemand im Weg!

Resümieren

Zunächst einmal sollten Sie beispielsweise in Form einer Mindmap spontan aufschreiben, was Ihnen alles zum Thema „Gute Vorsätze“ durch den Kopf geht, und ordnen Sie Ihre Notizen anschließend danach, in welchen Lebensbereich diese fallen:

  • Beruf (ggf. gliedern in Schule und Seminar)
  • privat (ggf. gliedern in Familie, Freunde und Hobbys)

Lassen Sie diese Liste einfach einmal einen Tag lang liegen. Befassen Sie sich dann mit Ihren Prioritäten. Was genau ist Ihnen besonders wichtig – beruflich, also in Schule und Seminar – und privat, d. h., mit Ihrer Familie, Ihren Freunden und hinsichtlich Ihrer Hobbys? Halten Sie hier jeweils Ihr wichtigstes Anliegen fest.

Vorhaben

Wenn Sie die jeweils wichtigsten Bereiche in den verschiedenen Sparten gefunden haben, sollten Sie genau ausformulieren, welche Vorsätze Sie haben und wie genau Sie diese umsetzen möchten. Etwa:

  • Ich werde meinen Unterricht am Ende einer Woche für die kommende Woche detailliert planen, indem ich mir am Samstagnachmittag ca. zweieinhalb Stunden dafür Zeit nehme.
  • Ich werde meinen Schreibtisch besser strukturiert halten, indem ich mir jeden Tag fünf bis zehn Minuten Zeit nehme, um ihn aufzuräumen.
  • Ich werde meinen Schulalltag besser organisieren, indem ich jeden Abend eine kurze To-do-Liste für den kommenden Tag anfertige.
  • Ich möchte jeden Mittwochnachmittag Zeit mit xy verbringen – diesen Termin trage ich mir verbindlich in meinen Kalender ein.
  • Montags und samstags gehe ich zum Sport. Ich werde dort am Kurs xy teilnehmen/ich werde mich dort mit xy treffen.

Wichtig ist, dass Sie sich konkrete Gedanken über Ihre Vorhaben machen. Diese müssen unbedingt realistisch bleiben und auch praktisch umzusetzen sein.

Umsetzung

Die Umsetzung Ihrer Vorhaben erfordert Disziplin und Konsequenz. Deshalb ist es auch bedeutsam, dass Sie diese Ziele realistisch gesteckt haben. Sport etwa sollten Sie für einen Abend einplanen, an dem sich garantiert kein „Ausweg“ – wie etwa eine Konferenz o. Ä. – bietet.

Achten Sie auf eine zielstrebige Umsetzung Ihrer Vorhaben etwa auch bei der Unterrichtsplanung. Sollten Sie sich z. B. den Samstagnachmittag zur Planung gesetzt haben, so sollten Sie sich fest an diesem Nachmittag innerhalb der veranschlagten Stunden hierzu Zeit nehmen. Versuchen Sie unbedingt, diese Planungen dann aber auch innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen zu haben, um einen anderen Ausgleich – etwa durch Sport oder ein Hobby – zu finden.

Effizienz

Ihre Ausbildungszeit im Referendariat ist eine besonders fordernde Zeit. Sie müssen einerseits den Anforderungen der Schule und des Seminars gerecht werden – Freunde, Familie und Sie selbst dürfen allerdings auch nicht auf der Strecke bleiben. Lernen Sie deshalb, vorhandene Ressourcen zu nutzen. Sie unterrichten eine Einheit zum ersten Mal? Dann scheuen Sie sich nicht, Ihre Kolleginnen und Kollegen nach Materialien zu fragen. Sie müssen in Ihrem Alltagsunterricht das Rad nicht ständig neu erfinden. Suchen Sie beispielsweise gezielt nach fertigen Unterrichtsideen und schneidern Sie diese passgenau auf Ihre Lerngruppe zu.

Und: Zögern Sie nicht, sich auch im privaten Bereich Unterstützung zu suchen. Wen könnten Sie etwa bitten, wenn Ihr Fahrrad oder der Computer nicht so läuft wie geplant?

Achten Sie auf Effizienz – kaufen Sie beispielsweise großzügig ein und kochen Sie auf Vorrat, sodass Sie im Alltag dies nicht aufwendig erledigen müssen. Legen Sie einen Putztag pro Woche fest, an dem Sie gezielt Ihre vier Wände in Ordnung bringen – und erledigen Sie kleine Handgriffe rasch nebenher.

In kleinen Schritten und mit einer großen Portion Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit lassen sich so mithilfe weniger Umgestaltungen Ihres Alltags wichtige Vorsätze fortwährend umsetzen.

Alexandra von Plüskow ist Grund-, Haupt- und Realschullehrerin. Als solche sowie als Fachberaterin für das Fremdsprachenlernen in der Grundschule war sie an der Landesschulbehörde tätig. Derzeit arbeitet die zweifache Mutter als freie Fachjournalistin für verschiedene pädagogische Verlage sowie als Lehrbeauftragte.

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