Unterricht

Und was nun? Ideen für die letzten Tage vor den Ferien

Die letzten Stunden vor den Ferien ziehen sich oft endlos – nicht nur für Schüler, sondern auch für die Lehrer, die nicht wissen, wie sie sie füllen sollen. Hier ein paar Anregungen.
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Wenn Sie von Anfang an diese letzten Stunden vor den Ferien mit einplanen, dann geht Ihnen nicht der Stoff aus. Es ist wichtig, dass sie im Vorfeld genau überlegen, wie sie die letzte Stunde gestalten möchten. Lassen Sie gerade diese Stunden nicht auf sich zukommen, sondern denken Sie darüber nach, was sie tun möchten, und bereiten Sie sich darauf vor.

Film zeigen

Filme werden gern und oft gezeigt. Darum sollten Sie die entsprechenden Geräte vorab reservieren. Prüfen Sie auch, ob alles funktioniert, und stellen Sie sicher, dass Sie es bedienen können. Der Film sollte zum Ihrem Unterrichtsthema passen oder in einer Fremdsprache ausgestrahlt werden. Nutzen Sie auch Untertitel zum besseren Verständnis. Zeigen Sie den ganzen Film oder bauen Sie die Ausschnitte so ein, dass der komplette Inhalt verstanden werden kann. Stellen Sie vorher und nachher Fragen, und lassen Sie Stichworte mitschreiben.

Fachkompetenzen der Schüler nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten für die letzten Stunden. Übergeben Sie z. B. Teile des Unterrichts an die Schüler. So können die Schüler Referate zu bestimmten Themen halten, wobei sie das Thema selbst bestimmen dürfen.

Erfahrungen, die die Schüler bisher gesammelt haben, sollten hier berücksichtigt werden, beispielsweise wie Schulsysteme in anderen Ländern funktionieren, geografische, soziale oder historische Besonderheiten, die sie ggf. auf Reisen erlebt haben oder aus einem anderen Heimatland kennen. Versuche und Experimente dürfen die Schüler ebenfalls darstellen.

Den Sportunterricht können Sie mit Sportarten gestalten, die sonst immer ein wenig zu kurz kommen. Hier dürfen dann die Schüler, die gerade diese Sportart betreiben, zeigen, was sie können.

Unterrichtsgänge

Unterrichtsgänge sind ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Es ist wichtig, theoretisch Gelerntes praktisch zu erfahren. Leider ist im normalen Schulalltag oft nicht die Zeit gegeben – jetzt vor den Ferien jedoch können Sie Unterrichtsgänge einplanen. Je nach Lage Ihrer Schule bieten sich unzählige Möglichkeiten.

Findet das ganze in Form einer Rallye statt, die dann auch nicht zensiert wird, sind die Schüler oft sehr interessiert. So können die Schüler z. B. Fahrpläne des ÖVP studieren, Verkehrszählungen für Statistiken durchführen, Umfragen bei Passaten durchführen, die Schulumgebung erkunden, kurze Filme über die Umgebung drehen, das Lesen von Karten anhand von Schulwegen üben und vieles mehr.

Frühstück

Ein gemeinsames Frühstück ist natürlich immer eine tolle Sache und findet bei den Schülern großen Anklang – wenn Sie es mit einem Unterrichtsthema verknüpfen können, haben Sie zusätzlich einen Lernerfolg. Im fremdsprachlichen Unterricht ist das sehr einfach. Hier können Sie mit den Schülern landestypische Speisen testen. Mathematik lässt sich bei einem Frühstück super einbauen, denn allein bei der Vorbereitung müssen viele Mengen und Größen beachtet werden. Auch historische oder geografische Aspekte können eingebaut werden.

Und wenn Sie mit Ihren Schülern Eis essen möchten, dann stellen Sie es gemeinsam her. Lassen Sie z. B. Erdebeeren sammeln (Biologie), frieren Sie diese ein (Physik), wiegen Sie die entsprechenen Mengen Sahne und Früchte ab (Mathematik) und lassen Sie das Rezept aufschreiben (Deutsch) oder in Briefform an einen imaginären Brieffreund in einer anderen Sprache (Englisch, Französisch ...) verfassen.

Spiele

Neben dem Aspekt, dass Spiele das sozialen Klima fördern, können Sie den Unterrichtsstoff wiederholen, Wortratespiele können an der Tafel durchgeführt werden oder in Form von Beschreibungen. Das können schwierige Wörter sein oder Fachbegriffe. Auch interessant gestaltete Stationen, vielleicht in Form einer Rallye, machen Spaß!

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, auch die letzten Stunden vor den Ferien interessant zu gestalten. Eine gute Planung und Vorbereitung vorausgesetzt: Leerlauf und Langeweile müssen nicht sein.

Manon Sander hat als Lehrerin an Grund-, Haupt- und Realschulen unterrichtet. Sie ist Lehrbeauftragte an der Universität in Bielefeld und betreut dort die Lehramtsstudierenden im Praktikum. Die Mutter von sechs Kindern ist außerdem als Autorin für verschiedene Verlage und Magazine tätig.

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