Unterricht

Motivierte Schülerinnen und Schüler – durch sinnvollen Einsatz von Methoden im Unterricht

 

Sie unterrichten selbstständig und haben Ihre ersten Stoffverteilungspläne erstellt? Dann sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Methoden Sie in Ihrem Unterricht einsetzen möchten. Denn diese motivieren und aktivieren Ihre Schülerinnen und Schüler und tragen so maßgeblich zu einem guten Unterricht bei.
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Methoden – was sie in Ihrem Unterricht bewirken können

Methoden gestalten Ihren Unterricht abwechslungsreich und wirken so motivierend und aktivierend auf Ihre Schülerinnen und Schüler. Neben Phasen des Frontalunterrichtes sollten Sie zurückgreifen auf Methoden, die Ihre Schülerinnen und Schüler in das Zentrum Ihres Unterrichts stellen. Regen Sie Ihre Lernerinnen und Lerner an, während des Unterrichtes kreativ zu werden – und sich ggf. auch zu bewegen. Nutzen Sie die Möglichkeit, im Rahmen von schreibenden Tätigkeiten etwa den Computer einzusetzen. Geben Sie Anlässe, die zum Forschen und Entdecken anregen. Ein gut ausgebildetes Methodenrepertoire ist eine solide Basis für Ihren guten Unterricht. Hier heißt es, diese sorgfältig bestimmten Themen und Inhalten zuzuordnen und sie dann geschickt einzusetzen.

So entwickeln Sie ein vielfältiges Methodenrepertoire

In Ihrem Stoffverteilungsplan haben Sie festgelegt, welche Themen und Inhalte Sie während des kommenden Schulhalbjahres oder Schuljahres in Ihrem Unterricht behandeln möchten. Nun gilt es, Überlegungen anzustellen, wie Sie diese Themen und Inhalte methodisch geschickt und gleichsam abwechslungsreich vermitteln. Sprechen Sie zunächst mit der Klassenlehrkraft, aber auch mit der Fachlehrkraft, die vor Ihnen in der Klasse unterrichtet hat. Notieren Sie sich, mit welchen Methoden Ihre Schülerinnen und Schüler bereits vertraut sind und welche Methoden sie besonders ansprechen. Überlegen Sie dann, welche Methoden Sie gerne in Ihrem Unterricht anwenden würden und welche Methoden Sie zusätzlich einführen sollten. Ordnen Sie bestimmte Methoden Themen zu. An welcher Stelle macht es Sinn, verbale und präsentierende Methoden anzuwenden – wo sind kreative und spielerische Wege gefragt? An welcher Stelle in Ihrem Unterricht können Ihre Schülerinnen und Schüler forschen und entdecken, wann üben sie Inhalte?

So setzen Sie Ihr Methodenrepertoire ein

Sie haben ein abwechslungsreiches Methodenrepertoire zusammengestellt? Bevor dieses nun zum Einsatz kommt, sollten Sie überlegen, wie Sie dieses praktisch anwenden. Welche Methoden sind Ihren Schülerinnen und Schülern bereits bekannt und müssen deshalb nicht eingeführt werden? Noch unbekannte Methoden sollten Sie schrittweise einführen. Überlegen Sie, wo im Unterricht Schwierigkeiten aufgrund der Methodenwahl entstehen können – und behalten Sie diese im Blick. Formulieren Sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Regeln, die in Ihrem Unterricht zum Einsatz kommen und verdeutlichen Sie, wie Sie reagieren, wenn diese nicht eingehalten werden.

Und: Bedenken Sie, dass Sie Zeit haben, Methoden einzuführen und zu festigen. Übernehmen Sie sich nicht und lassen Sie auch Ihren Schülerinnen und Schülern Zeit. Fangen Sie etwa damit an, eine Unterrichtsstunde mit verschiedenen Einstiegsmethoden zu beginnen – versuchen Sie nicht, alle neuen Methoden mit einmal anzuwenden. Arbeiten Sie zunächst mit bereits bekannten Methoden und tasten Sie sich langsam an das Einführen neuer Methoden vor. So gelingt Ihr Unterricht Schritt für Schritt.   AvP

Folgende Methoden bieten sich neben dem Frontalunterricht an: Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Projektunterricht ebenso wie die Lernwerkstatt und das Lernen an Stationen. Neben den verschiedenen Formen, Unterrichts zu gestalten, bauen Sie Ihre Methodenvielfalt auch durch die Verwendung von Folien, Arbeitsblättern oder den Einsatz moderner Technik aus.

 

 

Die Autorin Alexandra von Plüskow ist Grund- und Hauptschullehrerin. Sie war mehrere Jahre als Lehrerin und Fachberaterin für die Landesschulbehörde Lüneburg und als Lehrbeauftragte für die Universität Koblenz-Landau tätig. Derzeit arbeitet die zweifache Mutter als freie Fachjournalistin und Referentin für verschiedene Verlage.

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