Unterricht

So setzen Sie moderne Technik in Ihrem Unterricht gezielt ein

Arbeitsblätter, Folien, Lehrbücher, Lernkarteien und Co. – sicherlich setzen Sie diese Materialien immer wieder in Ihrem eigenständigen Unterricht ein. Um mehr Abwechslung in den Unterrichtsalltag zu bringen, können Sie – auch schon in der Grundschule – mit PowerPoint-Präsentationen arbeiten. Lesen Sie hier, was Sie beachten sollten.
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PowerPoint – so machen Sie sich fit

Inzwischen ist die moderne Technik in Form von Internet und digitalen Präsentationsmedien in unseren Schulen gut vertreten. Laptop und Beamer unterstützen bereits ab der Grundschule Lehrkräfte beim Präsentieren von Sachverhalten, Wiederholen von Lernstoff und/oder beim gemeinsamen Erarbeiten von Unterrichtsinhalten. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich in der Anwendung dieser Medien fit machen.

Nutzen Sie PowerPoint-Präsentationen zunächst, um Inhalte für Ihre Schülerinnen und Schüler ansprechend aufzubereiten. Sind diese mit dieser Form der Präsentation vertraut, so können auch schon Grundschülerinnen und Grundschüler Themen mithilfe dieser Technik ausarbeiten.

So erstellen Sie ansprechende Präsentationen

Die Vorteile von PowerPoint-Präsentationen liegen unter anderem darin, dass Sie Unterrichtsinhalte zu Hause vorbereiten und ansprechend gestalten können.

Ihre Präsentation sollte sich auf wenige Folien beschränken. Die Folien sollten Ihren Vortrag ergänzen und veranschaulichen, ihn aber nicht ablösen. Achten Sie darauf, dass Ihre Folien deutlich und für Ihre Schülerinnen und Schüler gut überschaubar sind. Denken Sie daran, Ihren Text kurz zu halten. Formulieren Sie für jede Folie eine prägnante Überschrift und ordnen Sie dieser ggf. Stichworte zu. Als Schriftgröße sollten Sie für Überschriften etwa 40 Punkt und für Ihren Text nicht weniger als 30 Punkt einer klaren, serifenlosen Schrift (z. B. Arial) verwenden. Zum Veranschaulichen sollten Sie Bilder und grafische Animationen auf jeden Fall sparsam einsetzen. Auch wenn es in jedem Programm eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, sollten Sie eine einzelne Präsentation nicht damit überfrachten und den Blick auf die Sache nicht durch den Blick auf Bilder und Animationen verstellen.

Gehen Sie vor allen Dingen auch vorsichtig mit akustischen Effekten um. Nutzen Sie die vielen technischen Möglichkeiten nur dann, wenn es der Verständlichkeit zuträglich ist – zum Beispiel das Aufblenden einzelner Textbausteinen nacheinander. Ansonsten lenken diese Ihre Schülerinnen und Schüler leicht vom Wesentlichen ab.

Wägen Sie stets ab, was der Vermittlung dessen, was Sie präsentieren wollen, zuträglich ist. Und ganz wichtig: Ist Ihre Präsentation erstellt, so üben Sie den Umgang mit ihr. Nur so ist es Ihnen möglich, im Unterricht den Blickkontakt mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu halten und spontan auf das Unterrichtsgeschehen zu reagieren. Als Grundsatz beim Erstellen von Folien gilt: Weniger ist immer mehr!

Fürs Leben lernen: PowerPoint-Präsentationen für Schülerinnen und Schüler

Sind die nötigen technischen Anforderungen an Ihrer Ausbildungsschule gegeben, so sollten Sie versuchen, den Umgang damit auch zu erlernen. Das Erstellen einer PowerPoint-Präsentation will geübt sein, und nur durch eigene Erfahrungen profitieren Ihre Schülerinnen und Schüler vom Umgang mit der Technik.

Ist Ihre Klasse noch nicht mit dem Umgang eines Präsentationsprogramms vertraut, so führen Sie die Lernenden Schritt für Schritt an diese Vorgehensweise heran. Stellen Sie etwa in Gruppenarbeit die Aufgabe, eine Ausarbeitung zu einem bestimmten Thema anzufertigen. Auf der Ebene der Fachkompetenz lernen Ihre Schülerinnen und Schüler dann, relevante Fakten aus der Flut an Informationen, die sie aus verschiedenen Quellen (z. B. Lexika, Sachbücher oder (unter Ihrer Aufsicht) aus dem Internet) zusammentragen, herauszufiltern. Diese stellen sie dann z. B. in einer Mindmap zusammen und tragen sie anschließend in vorgegebene Folienformate ein.

Medienkompetenz erwerben Ihre Schülerinnen und Schüler hier bereits durch den Umgang mit verschiedenen Medien bei der Suche nach den relevanten Fakten. Unterstützen Sie sie aber auch dabei, wie sie ihr Wissen jetzt in Form einer PowerPoint-Präsentation darstellen können. Machen Sie sie vor allem auch auf die Tücken aufmerksam, die die Flut von Möglichkeiten in jedem Präsentationsprogramm bietet. Auch hier gilt der Leitsatz: Weniger ist mehr!

Nicht jede Folie muss anders gestaltet oder mit Animationen angereichert werden. Was ist dem Thema zuträglich was nicht? Kann durch ein Foto oder eine Grafik ein Sachverhalt besser verdeutlich werden oder helfen prägnante Stichwörter beim Vortragen weiter? All dies müssen sich die Lernenden bewusst machen dürfen – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und auch hier sehr wichtig: Auch ihre Schülerinnen und Schüler müssen das Vortragen trainieren und damit Erfahrungen sammeln. AvP

Die Autorin Alexandra von Plüskow ist Grund- und Hauptschullehrerin. Sie war mehrere Jahre als Lehrerin und Fachberaterin für die Landesschulbehörde Lüneburg und als Lehrbeauftragte für die Universität Koblenz-Landau tätig. Derzeit arbeitet die zweifache Mutter als freie Fachjournalistin und Referentin für verschiedene Verlage.

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