Unterricht

Lehrerkalender – unverzichtbare Begleiter auch für Referendare

Aus dem Berufsalltag so gut wie aller Lehrkräfte ist der Lehrerkalender nicht wegzudenken. Um all die verschiedenen Termine, wie Schulaufgaben, Lehrerkonferenzen und Elternabende, zu koordinieren und im Auge zu behalten, ist er der unverzichtbare Begleiter. Doch worauf sollte man achten, wenn man sich für eine der zahlreichen Varianten entscheidet, die man im Fachhandel oder im Internet erwerben kann?
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Unverzichtbare Bestandteile eines Lehrerkalenders

Der Lehrerkalender sollte im Gegensatz zu einem klassischen Kalender unbedingt zur leichteren Organisation des Unterrichts und des Berufsalltags Klassen- bzw. Notenlisten und Wochenübersichten zum Eintragen der Termine und der Unterrichtsvorbereitung beinhalten.

Sinnvoll sind auch Seiten für deinen eigenen Stundenplan sowie die Stundenpläne der Klassen und Ferienübersichten. Achte auch darauf, dass der Kalender, für den du dich entscheidest, genügend Leerseiten enthält, damit du deine eigenen Notizen, Unterrichts- und Schülerbeobachtungen, Sitzpläne deiner Klassen und To-do-Listen eintragen kannst – und natürlich auch deine privaten Termine. Denn dafür sollte auf jeden Fall, ob im Referendariat oder danach, genügend Zeit bleiben.

Digitale Lehrerkalender

Mittlerweile gibt es auch von den unterschiedlichsten Anbietern digitale Lehrerkalender, die du auf deinem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone nutzen und immer wieder synchronisieren kannst. Diese sog. Lehrer-Apps sind in ihrer Funktionalität und Anpassungsfähigkeit an die eigenen Bedürfnisse dem klassischen Lehrerkalender in Papierform häufig überlegen. Allerdings muss man hier genauestens prüfen, ob die jeweiligen datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Die gespeicherten personenbezogenen Daten über deine Schüler sind unbedingt vor dem Zugriff unbefugter Personen zu schützen. Apps, die die Daten mit Backup-Lösungen in Cloud-Diensten speichern, kommen daher datenschutzrechtlich nicht infrage.

Falls du dich für eine solche Lösung interessierst, solltest du in jedem Fall Rücksprache mit der Schulleitung und dem Datenschutzbeauftragten der Schule halten und dir die Verwendung genehmigen lassen – auch wenn die jeweilige App eine Datenverschlüsselung anbietet.

Analoge oder digitale Variante?

Für welche Variante du dich entscheidest, hängt also nicht nur von deinen persönlichen Vorlieben ab, sondern auch von den datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundeslandes, in dem du unterrichtest. Sehr häufig ist an Schulen auch ein digitales Notenbuch als dienstlich bereitgestellte Anwendung eingeführt. In diesem Fall bist du verpflichtet, deine Noten hier zu hinterlegen. Das hat den Vorteil, dass die Schulleitung das Verfahren geprüft hat und du der Schule bei einem evtl. Schulwechsel den Notenstand deiner Klassen unkompliziert und rechtlich abgesichert überlassen kannst.

Umgang mit den Daten eines Lehrerkalenders

Da die meisten Lehrerkalender personenbezogene Daten deiner Schüler enthalten, musst du unbedingt daran denken, diese Daten – wenn du sie nicht mehr benötigst – zu löschen. Dies gilt sowohl für analoge als auch digitale Kalendervarianten. Informiere sich daher über die geltenden Aufbewahrungsfristen.

Denke auch daran, die Daten entsprechend vor dem Zugriff unberechtigter Personen zu schützen. Du solltest deinen papierenen Lehrerkalender daher nicht unbedacht liegen lassen oder verlieren.

Die Vorteile einer durchdachten Planung mittels Lehrerkalender

Wenn du dein Schuljahr durchdacht und im Voraus planst, ist dir bewusst, wann welche Termine auf dich zukommen. Wenn du dann noch feste Zeiten für private Unternehmungen und Termine einplanst, sicherst du dir die notwendigen Freiräume, die du zum Abschalten und zum Erholen benötigst. Du solltest diese für deine Hobbys, für Sport, gemeinsame Zeit mit Freunden etc. nutzen.

Damit dir dies gelingt, solltest du nicht deine gesamte Zeit durchplanen, sondern auch einen gewissen Prozentsatz sowohl für unerwartete dienstliche Störungen und Zusatzaufgaben als auch für spontane, soziale und private Aktivitäten frei lassen. Solche Pufferzonen helfen dir, nicht in Stresssituationen zu geraten, sondern deine Aufgaben gelassen anzugehen. Schließlich willst du lange und gerne deinen Beruf ausleben.

Juliane Stubenrauch-Böhme, München Lehrerin für die Fächer Deutsch, Französisch und Spanisch; Stellvertretende Schulleiterin am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn bei Freising; Verfasserin von Unterrichtshilfen und Artikeln für verschiedene Verlage und Magazine