Zusatzqualifikation aufbauen

Übungsleiterschein: Ihr Plus in der Bewerbung um einen Referendariatsplatz

Die Ausbildung vermittelt in 120 Lerneinheiten pädagogische und fachliche Grundkenntnisse, um Sportunterricht planen und anbieten zu können. Für Grund- und Förderschullehrer könnte dieser Schein ein entscheidender Pluspunkt bei der Bewerbung bedeuten.
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Der Übungsleiterschein – was ist das?

Die Ausbildung als Übungsleiter für Breitensport (C-Lizenz) vermittelt pädagogische und fachliche Grundkenntnisse, um Sportstunden mit verschiedenen Angeboten zu planen und zu realisieren. Damit sind Sie in der Lage, Sport an Grund- und Förderschulen zu unterrichten. „Im Kern ist der Übungsleiter pädagogisch tätig und trägt dazu bei, die Sporttreibenden in ihrer sportlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung anzuleiten und zu unterstützen sowie die Selbstständigkeit, Teilhabe und selbstbestimmtes Lernen der Einzelnen zu unterstützen“, so steht es in den Rahmenrichtlinien des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Dachorganisation des deutschen Sports.
Mit 120 Lerneinheiten (LE) insgesamt werden Sie in dieser Ausbildung in Theorie und Praxis fit gemacht. Zunächst absolvieren Sie einen zielgruppenübergreifenden Grundlehrgang (auch Basisstufe genannt; 30 LE). Danach können Sie sich in der Aufbaustufe (90 LE) auf Erwachsene oder Kinder und Jugendliche spezialisieren.

Für wen ist der Übungsleiterschein geeignet?

Vor allem Grund- und Förderschullehrkräfte profitieren von dem Übungsleiterschein für Kinder und Jugendliche, denn er bereitet Sie auf den Sportunterricht vor – auch wenn Sie Sport nicht als Fach studiert haben. Außerdem dürfen Sie damit in Vereinen tätig werden und dort z. B. Kinderturnen anbieten.

Was ist zu beachten?

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs. Um den vollen Versicherungsschutz zu garantieren, sollte der Übungsleiterschein alle vier Jahre mit entsprechenden Kursen aufgefrischt werden. Haben Sie Sport studiert? Dann besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen und den Grundlehrgang zu überspringen. 

Wo gibt’s mehr Infos?

Ausbildungen zum Übungsleiter für Breitensport werden in größeren Orten und Städten in jedem Sportverein angeboten oder vom jeweiligen Landessportbund organisiert. Fragen Sie einfach dort nach, wann der nächste Kurs beginnt.  MK

Der Autor Matthias Kley arbeitet seit über 15 Jahren als Texter und Autor für verschiedene Schulbuchverlage.